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Christen in der AfD

Am Katholikentag 2018 wird zum ersten Mal ein Vertreter der AfD teilnehmen.  Ein Interview mit dem kirchenpolitischen Sprecher der AfD, Volker Münz, MdB.  

Herr Münz, wie bewerten Sie die Einladung zum Katholikentag?

Das ist für uns ein positives Signal. Es besteht die Hoffnung, dass sich das Verhältnis zwischen der Kirche und uns normalisiert und sich dem Verhältnis zu anderen Fraktionen angleicht. Ich sehe mich als Brückenbauer und bin der Ansicht, dass vor allem Christen miteinander reden können sollten. Das setzt allerdings Gesprächsbereitschaft auf beiden Seiten voraus und die Fähigkeit, einander zuzuhören. Das hat mich auch an den Debatten vor dem letzten Katholikentag und dem Evangelischen Kirchentag gestört. Es ging alleine um die Frage, ob wir mit Vertretern teilnehmen können oder nicht. Die eigentlichen inhaltlichen Probleme etwa in der Flüchtlingsfrage wurden überhaupt nicht diskutiert. Genau darüber würde ich aber gerne mit anderen Christen sprechen. Mir ist nämlich bewusst, dass man als Christ in unterschiedlicher Weise darüber denken kann. Aus der Bibel können wir nicht unmittelbar ableiten, wie viele Flüchtlinge wir in Deutschland aufnehmen sollen.

Sie werden an einer Podiumsveranstaltung mit dem Thema „Wie hältst Du es mit der Religion“ teilnehmen. In welcher Beziehung stehen für Sie Glaube und Politik?

Es gibt bestimmte Fragen, in denen es meiner Ansicht nach für Christen ziemlich klar ist, welche Position sie vertreten müssen. Etwa im Lebensschutz. Auch dass eine Ehe aus der Verbindung von Mann und Frau besteht, ist aus meiner Sicht biblisch eindeutig geklärt. Es gibt aber auch viele weltliche Fragen, wo das nicht so ist, sondern wir Christen gemeinsam um die Wahrheit ringen müssen. Genau das ist in einer Demokratie möglich. Deswegen ist mir auch die Gesprächskultur so wichtig. Für mich persönlich ist aber auch mein Engagement in der AfD durch meine christliche Überzeugung motiviert. Ich möchte, dass unser Land christlich geprägt bleibt, denn das Christentum ist eine wesentliche Basis unserer Kultur und unseres Rechtsstaates. Aus meiner Perspektive ist die Vorstellung von einer multikulturellen Gesellschaft eine Utopie. Eine multikulturelle Gesellschaft, d.h. ein Vielvölkerstaat, funktioniert in keinem Land und wird auch bei uns nicht funktionieren.

Sie waren einmal Mitglied der CDU und sind dann dort ausgetreten, weil Ihnen die christliche Prägung dort nicht mehr stark genug war. Es gibt also offensichtlich für Sie Punkte, an denen man eine Partei verlassen muss. Welche roten Linien darf aus Ihrer Sicht die AfD nicht überschreiten?

Ein solcher Punkt wäre sicherlich Antisemitismus. Ein anderer ist Rassismus. Ich verstehe mich als konservativ. Ich bin nicht radikal, sondern setze auf Entwicklung. Für mich spielt auch die ethnische Herkunft eines Menschen keine Rolle. Was mir aber wichtig ist, das ist die christlich-abendländische Leitkultur, die von allen, gleich welcher Herkunft sie sind, zu akzeptieren ist. Wenn ich die Mitglieder bei mir vor Ort sehe, dann sind das Bürger, darunter viele ehemalige CDU-Mitglieder, die auch solche Positionen vertreten und sich Sorgen machen. Auch die sind nicht radikal. Und ihnen fühle ich mich verpflichtet.

Und wie bewerten Sie dann die Aussagen von Björn Höcke etwa über Afrikaner und zum Holocaust-Mahnmal? Oder jüngst von André Poggenburg am Politischen Aschermittwoch? Sind da nicht längst Grenzen zum Radikalismus überschritten worden? Die ehemalige Vorsitzende der „Christen in der AfD“, Anette Schultner, ist wegen solchen Entwicklungen vor kurzem aus der Partei ausgetreten?

Ich missbillige das, was Höcke gesagt hat. Aber trotzdem ist aus meiner Sicht Höcke kein Antisemit oder Rassist. Auch Wolfgang Gedeon, dessen Position ich ebenfalls nicht teile, ist aus meiner Sicht ein Israel-Kritiker, aber kein Antisemit. Mit Anette Schultner war ich eng verbunden. Ich teile Ihre Einschätzung nicht und glaube, dass ihr Austritt andere Gründe hatte. Sie hat damals in der NRW-Landtagsfraktion unter Marcus Pretzell gearbeitet und unterstützt jetzt ihn und Frauke Petry.

Bei Abstimmungen zu ethischen Fragestellungen bildeten sich im Bundestag oft Gruppen über Fraktionsgrenzen hinweg. Würden Sie es auch so halten, etwa wenn über die Aufhebung des Werbeverbotes für Abtreibungen abgestimmt wird?

Wir sind für das freie Mandat. Darüber hinaus vertreten wir im Lebensschutz eine eindeutige Position. Meine Fraktion wird gegen die Aufhebung des Werbeverbotes stimmen.

Hintergrund

Beim letzten Katholikentag in Leipzig war die AfD, flankiert von einer umfangreichen Debatte, nicht eingeladen worden. Beim Evangelischen Kirchentag konnte eine Vertreterin an einem Podium teilnehmen. Nun wird auch beim Katholikentag in Münster der kirchenpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Volker Münz, bei einer Veranstaltung sprechen. ZdK-Präsident Thomas Sternberg erklärte dazu, bei Katholikentagen seien nie Parteien, sondern Personen eingeladen worden. So sei es auch in diesem Fall, wo zu dieser Veranstaltung die kirchenpolitischen Sprecher aller Fraktionen eingeladen worden seien. Volker Münz ist evangelisch und engagiert sich in der Kirche: Er ist Mitglied der Bezirkssynode und des evangelischen Gemeinderates in Uhingen.

 Beitrag vom 23.02.2018,  www.die-tagespost.de/politik,  von Sebastian Sasse


Die Rheinische Kirche will Muslime nicht mehr bekehren. So titelt idea Spektrum, das evangelische Nachrichtenmagazin, in seiner Ausgabe vom 17.01.2018. In einer Theologischen Positionsbestimmung der Landessynode heißt es: "die Kirche nimmt den Glauben muslimischer Menschen als Bindung an den einen Gott wahr". Es bedürfe daher des Dialogs, nicht der Mission.

Als Christen in der AfD sind wir dem apostolischen Glaubensbekenntnis verpflichtet. Dieses Bekenntnis wendet sich an den dreieinigen Gott: wir glauben an Gott den Vater, wir glauben an Gott den Sohn und wir glauben an Gott den Heiligen Geist. Wir bekennen uns zu Jesus Christus als dem alleinigen Weg zum Vater (Johannes 14) und als die Offenbarung Gottes in dieser Welt (Johannes 1). Die evangelischen Pfarrer werden auf diese Bekenntnisse ordiniert und verpflichtet. Wir sind daher erschüttert, daß lediglich 7 von 210 rheinischen Synodalen dieser Positionsbestimmung widersprochen haben. 

Wie wollen wir dieses Nein zur Mission unseren Brüdern und Schwestern erklären, die in fast allen muslimischen Ländern als Christen verfolgt werden, weil sie eben an einen anderen Gott glauben als ihre Verfolger? Sollen wir die Tausenden, insbesondere aus dem Iran Geflüchteten und in Deutschland zum christlichen Glauben bekehrten Brüder und Schwestern  künftig in die Moscheen schicken? Die Preisgabe des Missionsbefehls in Matthäus 28, Markus 16 und Lukas 24 stellt eine Bankrotterklärung der Rheinischen Kirche dar. Wir, die Christen in der AfD, halten an diesem Missionsauftrag fest.

In einer mit Spannung erwarteten Rede am Nikolaustag 2017 überrascht der amerikanische Präsident Freund und Feind. Er verschiebt nicht, wie alle seine Vorgänger, den Vollzug eines 1995 mit großer Mehrheit erlassenen Gesetzes über die Anerkennung Jerusalems zur Hauptstadt Israels. Er weist seine Regierung vielmehr an, alles und zwar schnell zu tun, damit die US-Botschaft baldmöglichst von Tel Aviv nach Jerusalem verlegt werden kann. Trump vollzieht damit, was in der Wirklichkeit längst abgebildet wurde: Jerusalem ist die Hauptstadt Israels. Sie war es seit Jahrtausenden, sie ist es heute und sie soll es auch für immer bleiben.

„Trump bringt mit dieser mutigen Entscheidung Bewegung in die völlig verfahrene und gelähmte Nahost-Politik,“ begrüßt Joachim Kuhs, Stellvertretender Vorsitzender der Christen in der AfD, den Vorstoß Trumps. Damit liefere der vielgescholtene US-Präsident einen konstruktiven und Hoffnung weckenden Lösungsvorschlag für die prekäre Situation vieler Menschen in Israel und den angrenzenden Gebieten, ergänzt Kuhs.

Entsetzt ist Kuhs über die tendenziöse und teilweise Tatsachen verfälschende Berichterstattung der Medien in dieser Sache. (Siehe Mail von Alexander Schick an das ZDF im Anhang.) „Ein objektiver Journalismus sieht anders aus“, betont Kuhs und er frage sich, worin der in solchen medialen Äußerungen sichtbar werdende Antiisraelismus gründe.

„Wir Christen in der AfD stehen uneingeschränkt und unverbrüchlich zu dem Existenzrecht Israels. Wir sind sehr froh, daß wir auch viele aktive Mitglieder jüdischen Glaubens in den Reihen der AfD kennen,“ beendet Kuhs seine Erklärung.

Baden-Baden, 09.12.2017

gez: Kuhs

Veranstaltungshinweis:

Symposium
»Öffnung der Ehe – Folgen für alle«
am Samstag, den 20. Januar 2018 in Frankfurt/Main

                                             Veranstalter:  Hedwig von Beverfoerde,  Demo für ALLE

Die Öffnung der Ehe am 30. Juni 2017 ist verfassungsrechtlich äußerst umstritten und zieht fatale Entwicklungen nach sich. Deshalb setzen wir uns mit aller Kraft für eine Normenkontrollklage gegen das Ehe-Öffnungsgesetz vor dem Bundesverfassungsgericht ein. Um die tiefen Gründe dafür auszuloten, haben wir gemeinsam mit der internationalen Petitionsplattform CitizenGO unser drittes Symposium mit Experten vorbereitet, die die Ehe-Öffnung und deren gravierende Folgen für Kinder, Frauen und Gesellschaft unter die Lupe nehmen werden.

Symposium: »Öffnung der Ehe – Folgen für alle«

Am Samstag, den 20. Januar 2018, von 11 -18 Uhr in Frankfurt am Main

Quelle, weitere Informationen und Anmeldung: https://folgendereheoeffnung.wordpress.com

 

Keine Bagatellisierung von Ungeborenentötungen 
Werbeverbot für vorgeburtliche Kindestötungen muß bleiben
 
Christen in der AfD begrüßen Verurteilung von Frau Dr. Hänel wegen Werbung für vorgeburtliche Kindestötungen
 
Die Christen in der AfD (Chrafd) halten die Verurteilung von Frau Dr. Hänel wegen Werbung für vorgeburtliche Kindestötungen zu einer Geldstrafe für richtig und wenden sich gegen Versuche aus der Grünen-, der Linken- und der SPD-Bundestagsfraktion, das Werbungsverbot für Ungeborenentötungen abzuschaffen.
 
Die Tötung eines wehrlosen und unschuldigen ungeborenen Kindes ist etwas Schwerwiegenderes als etwa die medizinische Leistung, einen Zahn zu ziehen. Daher darf sie nicht bagatellisiert werden, wie die AfD in ihrem Grundsatzprogramm bereits 2016 betont. Viele Frauen fragen heute: "Warum hat mir denn niemand vorher gesagt, wie sehr ich unter der Abtreibung leiden würde?" Nach einer umfangreichen neuseeländischen Studie erkrankt fast jede zweite Frau innerhalb von vier Jahren nach der Ungeborenentötung an einer schweren Depression, wie Chrafd-Bundesvorstandsmitglied und Sachbuchautorin zum Lebensrecht Martina Kempf beklagt. Es erhöhe sich auch die Brustkrebsgefahr und die Wahrscheinlichkeit eines späteren frühgeborenen und untergewichtigen Kindes ebenso wie die Selbstmordrate nach vorgeburtlicher Kindestötung. 70 % der Partnerschaften seien bereits einen Monat nach der Ungeborenentötung am Ende.

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